Matthiae-Mahl ganz im Zeichen Europas
Am Abend des 6. März fand im Hamburger Rathaus die festliche Matthiae-Mahlzeit statt. Als Ehrengäste nahmen dieses Mal der Präsident des ER, António Costa, sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel an dem traditionsreichen Festmahl teil.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Souveränität der EU in einer geopolitischen Zeitenwende. Das diesjährige Matthiae-Mahl sollte dabei einen Impuls für die Diskussion über ein modernes und geeintes Europa setzen, das sich geopolitisch und wirtschaftlich einem zunehmenden Druck der Weltmächte gegenübersieht.
In seiner Begrüßungsrede hob Hamburgs Erster Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher, die Rolle der Freien und Hansestadt Hamburg als international vernetzte Handelsmetropole hervor, die durch offene Märkte, verlässliche Partnerschaften und Freihandel zur wirtschaftlichen Stärke der Europäische Union beiträgt. In ihren Reden betonten die Ehrengäste die Bedeutung eines starken und souveränen Europa. António Costa forderte eine verstärkte globale Rolle der EU und Angela Merkel betonte, dass Europa aktiv und verantwortungsvoll im internationalen Konfliktgeschehen handeln müsse.
Das Matthiae-Mahl ist seit dem Jahr 1356 historisch belegt und gilt damit als das älteste noch begangene Festmahl der Welt. Es bietet traditionell einen würdevollen Rahmen für politische Botschaften, diplomatische Gespräche und gelebte Traditionen, zu dem der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg rund 400 Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie das gesamte Konsularische Korps einlädt. Ceysu Gözay/Claus Müller
