KOM will Düngemittelversorgung sichern

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Die KOM hat am 19. Mai einen Aktionsplan zur Sicherung der Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Düngemitteln vorgelegt. Hintergrund sind anhaltend hohe und volatile Preise, Abhängigkeiten von Importen und die enge Verknüpfung der europäischen Stickstoffdüngerproduktion mit den Erdgaspreisen.
Kurzfristig sollen landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden, die von hohen Düngemittelkosten betroffen sind. Dafür will die KOM bestehende Instrumente der EU-Agrarpolitik nutzen und Mittel aus dem EU-Haushalt mobilisieren, um die Agrarreserve aufzustocken. Ein entsprechendes Finanzpaket soll noch vor dem Sommer vorgelegt werden und den Betrieben vor der kommenden Anbau- und Düngeperiode zusätzliche Liquidität verschaffen.
Zudem sollen die laufenden GAP-Strategiepläne stärker genutzt werden. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Liquiditätsregelung, mehr Flexibilität bei Vorschusszahlungen sowie eine stärkere Nutzung von Umweltzahlungen, Öko-Regelungen und Beratung. Damit sollen die Betriebe entlastet werden, und es soll zugleich ein effizienterer Einsatz von Düngemitteln unterstützt werden.
Zur Stärkung der Versorgungssicherheit will die KOM die Markttransparenz verbessern, die europäische Produktion ausbauen und Lieferquellen stärker diversifizieren. Außerdem sollen Märkte für biobasierte, CO₂-arme und kreislauforientierte Düngemittel gestärkt werden. Für die Krisenvorsorge prüft die KOM weitere Instrumente wie saisonale oder Mindestbestände und gemeinsame Beschaffungsmechanismen. Leonard Eichhorn
PM der KOM (EN)
