KOM veröffentlicht Innovationsanzeiger 2026

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Der jährliche Innovationsanzeiger bewertet die Innovationsleistungen der EU, ihrer Mitgliedstaaten und Regionen. Insgesamt verbessert die EU ihre Innovationsleistung seit 2019 um 11,6 Prozentpunkte.
Schweden, Dänemark und die Niederlande führen erneut das Ranking an, übertreffen den EU-Durchschnitt und behalten ihren Status als „Innovationsführer“. Finnland hält an einer starken stabilen vierten Position fest, während Malta bemerkenswerte Fortschritte erzielt hat und die Schwelle zum „starken Innovator“ (100–125 % des EU-Durchschnitts) überschritten hat.
Außerhalb der EU ist Südkorea nach wie vor der innovativste globale Wettbewerber, gefolgt von China mit der größten Verbesserung in den letzten Jahren.
Deutschland belegt wie im Vorjahr Platz neun und zählt mit einer Innovationsleistung von 111,2 Prozent des EU-Durchschnitts weiterhin zur Gruppe der starken Innovatoren. Seit 2019 hat sich die Innovationsleistung um 5,7 Prozentpunkte verbessert und damit deutlich langsamer als der EU-Durchschnitt (+11,6 Prozentpunkte).
Besonders starke Fortschritte verzeichnet Deutschland bei der Digitalisierung. Vor allem die Nutzung von Cloud-Computing, der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternets sowie Investitionen in Informationstechnologien legten deutlich zu. Zu den Stärken Deutschlands zählen zudem die hohen FuE-Ausgaben der Unternehmen, intensive Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine hohe Beschäftigung in innovativen Unternehmen.
Demgegenüber bestehen weiterhin Herausforderungen. So gingen seit 2019 insbesondere die Zahl der Designanmeldungen, der Anteil innovationsaktiver KMU mit Produktinnovationen sowie die Zusammenarbeit innovativer KMU zurück. Auch die Risikokapitalinvestitionen waren zuletzt rückläufig. Weitere Schwächen sieht der Innovationsanzeiger unter anderem bei der Beteiligung an lebenslangem Lernen, dem Anteil der Bevölkerung mit tertiärem Bildungsabschluss sowie bei den digitalen Kompetenzen der Bevölkerung. Tanja Winninger
