EU beschließt 21. Sanktionspaket gegen Russland

© Hanse-Office, 2026
Der Rat hat am 23. Juli das 21. Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Die neuen Maßnahmen verschärfen den Druck insbesondere auf die Bereiche Energie, Finanzdienstleistungen, Handel und den militärisch-industriellen Komplex Russlands.
Im Energiebereich wird die geplante Anpassung der Ölpreisobergrenze bis Juli 2027 ausgesetzt. Die bestehende Preisobergrenze bleibt damit zunächst unverändert in Kraft. Weitere 41 Schiffe der russischen Schattenflotte werden sanktioniert. Zudem werden Transaktionsverbote auf weitere Häfen, Flughäfen und Raffinerien ausgeweitet sowie neue Vorgaben für den Verkauf von LNG-Tankschiffen eingeführt.
Im Finanzsektor werden mehr als 100 russische Banken von Transaktionen ausgeschlossen. Hinzu kommen neue Beschränkungen für Krypto-Dienstleister und Krypto-Plattformen aus Drittstaaten. Außerdem wird die rechtliche Grundlage für ein künftiges Visumverbot für russische Kombattanten geschaffen.
Die Exportverbote werden auf weitere Güter und Technologien ausgeweitet, während zusätzliche Importverbote u.a. für Metallerze gelten. Zudem werden 218 weitere Personen und Organisationen auf die Sanktionsliste gesetzt. Tanja Winninger
