EU-Handelsabkommen stärken europäische Unternehmen

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Die KOM hat am 28. September ihren Jahresbericht für 2025 zur Umsetzung und Durchsetzung der EU-Politik in den Bereichen Handel und wirtschaftliche Sicherheit veröffentlicht. Danach trugen die Handelsabkommen der EU dazu bei, europäischen Unternehmen neue Exportmärkte zu erschließen, ein planbareres Handels- und Investitionsumfeld zu schaffen sowie die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu stärken.
Ende 2025 hatte die EU 44 Präferenzhandelsabkommen mit 76 Ländern geschlossen, die 46,3% des EU-Außenhandels ausmachten. Der Warenhandel mit diesen Ländern wuchs 2025 um 3,1% und damit stärker als der Handel mit anderen Drittstaaten, der um 1,4 % zunahm. Wichtigster Präferenzhandelspartner bleibt das Vereinigte Königreich.
Auch die Diversifizierung der Exportmärkte wird durch die Handelsabkommen unterstützt. Im Berichtszeitraum stiegen die Warenausfuhren der EU in Länder mit Freihandelsabkommen um 250 Mrd. €, während die Exporte nach Russland um 54,5 Mrd. € zurückgingen. Zudem konnten 20 Handelshemmnisse in 14 Partnerländern vollständig oder teilweise beseitigt werden. Daneben entfällt auf die Präferenzhandelspartner ein Viertel der EU-Einfuhren kritischer Rohstoffe.
Im Jahr 2025 und im ersten Quartal dieses Jahres wurden zudem Handelsabkommen mit dem Mercosur, Mexiko, Indonesien, Indien und Australien geschlossen. Zusammen sollen sie den Anteil des EU-Präferenzhandels auf 53,3% erhöhen. Tim Härtner/Tanja Winninger
