EU will ihren Einfluss in der Arktis stärken

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Die Arktis gewinnt für Europa zunehmend an Bedeutung. Durch den Klimawandel werden neue Schifffahrtsrouten und Rohstoffvorkommen zugänglicher. Gleichzeitig verschärft sich der geopolitische Wettbewerb. Mit einer neuen Strategie will die EU ihre Präsenz in der Region ausbauen und kritische Infrastruktur besser schützen.
Geplant sind ein neues Unterseekabel zwischen Grönland und der EU, zusätzliche Eisbrecher-Kapazitäten und eine engere Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, dass die Arktis eng mit Europas Sicherheit und Wohlstand verbunden sei.
Neue Schifffahrtsrouten könnten die Transportwege zwischen Europa und Asien verkürzen. Allerdings erschweren extreme Wetterbedingungen und fehlende Infrastruktur ihre Nutzung. Auch die Rohstoffvorkommen machen die Region strategisch attraktiv.
Russland hat seine militärische Präsenz in der Arktis ausgebaut und arbeitet enger mit China zusammen. Die wiederholten Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Übernahme Grönlands unterstreichen ebenfalls die geopolitische Bedeutung der Region.
Mehr als 500.000 EU-Bürger leben in der Arktis. Mit Dänemark, Finnland und Schweden gehören drei arktische Staaten zur EU. Brüssel will damit Europas Sicherheit und wirtschaftliche Chancen stärken, ohne die empfindliche Natur der Polarregion aus dem Blick zu verlieren. Mehran Faraji
