Die KOM hat am 18. Februar bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein Verfahren gegen die VR China eingeleitet. Hintergrund sind die von der VR China seit spätestens 2020 praktizierte gerichtliche Abschirmung des High-Tech-Sektor und die Nutzung von Patenten durch chinesische Unternehmen.
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Einträge von Birgitte Malz
Am 16. Februar hat das EP die vorläufige Einigung zur Reform der Wegekosten-RL, auch Eurovignette genannt, in zweiter Lesung bestätigt. EP und Rat hatten sich im vergangenen Juni auf die Überarbeitung verständigt, mit welcher der europäische Rahmen für nationale Mautsysteme den verkehrs- und klimapolitischen Zielen der EU angepasst werden soll. Der Vorschlag der KOM hierzu stammt noch aus 2017 und wurde seither langwierig beraten.
In einem sogenannten Initiativbericht hat das EP am 16. Februar mit deutlicher Mehrheit den schnelleren Ausbau der Offshore-Energie gefordert. Gleichzeitig sollen aber der Meeresraum und die Küsten nachhaltig gemanagt werden. Es wird damit gerechnet, dass 2,8 % der Meeresfläche für die Offshore-Energie bereitgestellt werden müssen, um die ehrgeizigen Ausbauziele bis 2050 zu erreichen. Initiativberichte haben zwar keine bindende Wirkung im Gesetzgebungsprozess. Die KOM könnte aber die Anliegen der Abgeordneten bei ihrer Umsetzung der Strategie für erneuerbare Offshore-Energie berücksichtigen.
Der EuGH hat am 16. Februar in einem Urteil die von Polen und Ungarn eingereichte Klage gegen den Konditionalitätsmechanismus, womit die im Zuge der Verhandlungen zum MFR-Paket 2021-2027 eingeführte VO über die Konditionalität der Rechtsstaatlichkeit bezeichnet wird, abgewiesen. Die Rechtssache wurde auf Antrag des EP im beschleunigten Verfahren behandelt, die Entscheidung selbst wurde im Plenum des Gerichtshofs getroffen. Neben der KOM traten als Streithelfer des EP und des Rats Belgien, Dänemark, Deutschland, Irland, Spanien, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Finnland, Schweden auf.
Auf dem von der französischen Ratspräsidentschaft organisierten One Ocean Summit in Brest (Frankreich) kamen vom 9.-11. Februar Vertreter von Nationalstaaten, Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammen, und sie verabschiedeten gemeinsam die „Brest Commitments“.
Die KOM hat am 10. Februar ihre Winterprognose veröffentlicht. Darin geht sie davon aus, dass im laufenden Jahr EU-weit sowie in der Eurozone ein Wachstum von 4 % erreicht wird, für das Folgejahr werden Werte von 2,8 % EU-weit sowie 2,7 % für die Eurozone erwartet.
HERA, die neu eingerichtete EU-Behörde für Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen, hat am 10. Februar ihren ersten Jahresarbeitsplan vorgestellt. Mit einem für das laufende Jahr vorgesehenen Budget von 1,3 Mrd. € soll HERA die Kapazitäten für Krisenvorsorge und -reaktion in der EU ausbauen, Schwachstellen und strategische Abhängigkeiten angehen und zu einer Stärkung der globalen Gesundheitsarchitektur beitragen.
Algen und Seegräser spielen im Ökosystem Meer eine wichtige Rolle. Sie sind einerseits ein wichtiger Lebensraum für marine Arten. Andererseits tragen sie zur Verbesserung der Meeresgesundheit bei, indem CO2, Phosphor und Stickstoff in den marinen Ökosystemen reduziert werden. Auch für den Kampf gegen den Klimawandel sind sie als Kohlenstoffsenke und als Mittel zum Schutz der Küsten von Bedeutung. Neben diesen Ökosystemleistungen bieten sie aber auch zahlreiche Anwendungsfelder, z. B. als Rohstoff für nachhaltige industrielle Anwendungen wie biologisch abbaubare Kunststoffe oder als Lebensmittel.
Wie das am 9. Februar verabschiedete Arbeitsprogramm des Europäischen Innovationsrats (EIC) für das laufende Jahr veranschaulicht, gewinnt der Aspekt der Innovation für die Umsetzung der politischen Prioritäten der EU immer mehr an Bedeutung. Einerseits steht dem EIC in diesem Jahr mit 1,7 Mrd. € das bisher höchste Budget zur Verfügung. Andererseits sind 500 Mio. € davon für Herausforderungen wie der Reduktion von Treibhausgasemissionen oder „green digital devices for the future“ vorgesehen.
Die KOM hat am 8. Februar Ihren Legislativvorschlag für die Unterstützung und Weiterentwicklung der europäischen Halbleiterindustrie, den „European Chips Act“, vorgelegt. Die europäische Wirtschaft soll hierüber souveräner aufgestellt und die Abhängigkeit von einzelnen Marktakteuren und Regionen reduziert werden.
