EU-Expertenkommission empfiehlt Mindestalter von 13 Jahren für Social Media

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Vor dem Hintergrund nationaler Alleingänge hat die von der KOM im März einberufene Expertenkommission zur Sicherheit von Kindern im Internet am 13. Juli ihre Empfehlungen vorgelegt. Ziel ist eine EU-weit einheitliche und technisch durchsetzbare Regulierung großer Plattformen wie Instagram und TikTok, um eine Zersplitterung in nationale Systeme zu vermeiden. In Frankreich etwa wird die Nutzung sozialer Medien für unter 15-jährige ab dem 1. September 2026 verboten sein, ähnliche Debatten gibt es in weiteren Mitgliedstaaten wie Deutschland, Griechenland, Spanien oder Dänemark.
Die Kernempfehlungen der Expertenkommission lauten, den Zugang zu Social Media für unter 13-Jährige EU-weit zu beschränken (nur unter elterlicher Aufsicht oder in pädagogischem Kontext und zeitlich begrenzt); MS könnten jedoch strengere nationale Vorgaben erlassen. Ab 13 Jahren sollte ein selbstständiger Zugang zu altersgerechten Angeboten bestehen, aber mit standardisierten Sicherheitsvorkehrungen – kritisiert werden insbesondere suchtfördernde Features wie „Endless Scrolling” und „Rabbit-Hole-Algorithmen”. Zudem werden verlässliche Altersverifikationsmechanismen gefordert, etwa über Wallets, und eine bessere Durchsetzung bereits bestehender Pflichten, wie denen aus dem Digital Services Act (DSA).
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, die Empfehlungen zu prüfen; ein entsprechender Vorschlag der KOM wird nach der Sommerpause erwartet. Jannes-Emile Kettner / Thorsten Augustin
