Europäischer Fonds für Wettbewerbsfähigkeit: Hochrangige Diskussion über Wachstum, Innovation und KMU-Förderung

© Hanse-Office, 2026
„Just send an email“ – so lautete die pragmatische Antwort von Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, auf die Frage, wie Unternehmen künftig das passende EU-Förderprogramm finden sollen. Statt sich durch ein komplexes Geflecht aus Programmen, Zuständigkeiten und Antragswegen zu arbeiten, soll der Zugang perspektivisch deutlich einfacher und direkter werden.
Vor diesem Hintergrund stand am 25. Juni im Hanse-Office in Brüssel die Diskussion zum geplanten European Competitiveness Fund (ECF), der als zentrales Instrument zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit konzipiert ist und eine wesentliche Neuerung im Vorschlag zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 darstellt. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei die Fragen nach der konkreten Architektur des Fonds sowie insbesondere seiner praktischen Umsetzbarkeit insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Die Veranstaltung wurde von Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, eröffnet, die die strategische Bedeutung effizienter und zielgerichteter EU-Förderinstrumente für Wachstum und Innovation in Europa hervorhob.
Im anschließenden Panel diskutierten Nicola Beer (Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank), Kerstin Jorna (Generaldirektorin GD GROW), Klemens Kober (DIHK) sowie Natalia Tomiyama (Gründerin und CEO von NÜWIEL) unter der Moderation von Kathrin Schmid (NDR/ARD Brüssel) über die konkrete Architektur und Umsetzung des ECF.
In der Diskussion wurde insgesamt deutlich, dass neben der finanziellen Architektur des ECF vor allem Transparenz, Nutzerfreundlichkeit und bessere Informationszugänge entscheidend sein werden, um insbesondere KMU effektiv zu erreichen und Europas Innovationsfähigkeit zu stärken.
Die Veranstaltung endete mit einem Networking-Dinner, das Gelegenheit zum vertieften Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und EU-Institutionen bot. Tanja Winninger
