Gemeinsamer parlamentarischer Abend von Pharma Deutschland und Hanse-Office
Pharma Deutschland hat am 19. November gemeinsam mit dem Hanse-Office einen parlamentarischen Abend in Brüssel ausgerichtet. Mit Mitgliedern des Verbandes sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft wurden die aktuellen Herausforderungen und Chancen der europäischen Pharmaindustrie diskutiert.

© Christophe Licoppe
Zu den Rednern gehörten Dr. Stefan Koch, CEO von Klosterfrau Group, Prof. Walter van Dyck, Vlerick Business School und Thomas Heynisch, stellvertretender Referatsleiter GD GROW. Die Moderation übernahm Dorothee Brackmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen zur Sicherung der Lieferketten, zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und zum Umgang mit möglichen Überregulierungen. Erörtert wurden zudem die veränderten Rahmenbedingungen nach der Covid-19-Pandemie, geopolitische Spannungen wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Politik der US-Administration unter Präsident Trump sowie der wachsende Wettbewerbsdruck aus China und Indien – insbesondere in Bereichen wie der Antibiotikaproduktion. Auch strukturelle Herausforderungen wie Energiepreise, Umweltauflagen und Marktfragmentierung sowie mögliche Maßnahmen zur Stärkung einer heimischen Produktion wurden beleuchtet.
Trotz aller Probleme gab es optimistische Akzente: Europa verfüge über einen starken Markt und hohe Innovationskraft. Ein wertebasiertes System und internationale Wettbewerbsfähigkeit schlössen sich nicht aus – im Gegenteil: Sie könnten ein strategisches Asset für Europa darstellen. Stella Tutunzi
