KOM aktiviert Krisenmechanismus für Fischerei und Aquakultur

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Die KOM hat am 29. April den Krisenmechanismus des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) aktiviert. Damit sollen die Mitgliedstaaten Fischerinnen und Fischer sowie Unternehmen der Aquakultur, Verarbeitung und des Handels finanziell unterstützen können, wenn sie infolge der Lage im Nahen Osten von Marktstörungen betroffen sind. Die Maßnahme gilt rückwirkend ab dem 28. Februar und kann Ausgaben bis Ende des Jahres abdecken.
Mit der Unterstützung sollen insbesondere Einkommensverluste und zusätzliche Kosten infolge gestiegener Energie- und Rohstoffpreise abgefedert werden. Vorgesehen sind Ausgleichszahlungen bei Marktstörungen, einschließlich höherer Energiekosten. Zudem können Erzeugerorganisationen Lagerbeihilfen erhalten, um Produkte vorübergehend einzulagern und Preise zu stabilisieren. Finanziert werden die Maßnahmen aus den bestehenden nationalen EMFAF-Programmen 2021–2027. Von den ursprünglich 1,3 Mrd. € an vorab eingeplanten Krisenmitteln sollen nach Angaben der KOM noch rund 760 Mio. € unmittelbar verfügbar sein.
Ob und in welchem Umfang die Unterstützung genutzt wird, liegt nun bei den Mitgliedstaaten und hängt von der Ausgestaltung der jeweiligen nationalen EMFAF-Programme ab. Leonard Eichhorn
PM der KOM (EN)
