KOM legt erstmals Strategie für Generationengerechtigkeit vor

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Ziel der am 05. März vorgestellten Strategie ist es, langfristiges Denken stärker in der EU-Politik zu verankern und verstärkt die Perspektiven junger Menschen zu berücksichtigen. Entscheidungen von heute sollen so getroffen werden, dass sie auch für kommende Generationen fair sind. Die Strategie wird an internationalen Initiativen wie der UN-Erklärung über zukünftige Generationen orientiert und auf dem Konzept eines Generationenvertrags mit drei zentralen Bereichen basieren: faire Politikgestaltung, gleiche Chancen unabhängig vom Alter und gerechte Lebensbedingungen unabhängig vom Geburtsort. Zu diesem Zweck sollen Instrumente wie ein „Jugend-Check“ und Zukunftsanalysen politische Entscheidungen begleiten. Geplant sind darüber hinaus ein Generationengerechtigkeits-Index, ein Maßnahmenpaket für zukunftsorientierte Politikgestaltung und ein europäisches Demografie-Forum.
In Partnerschaft mit dem Ausschuss der Regionen wird zudem die Initiative „Voices of the Future“ ins Leben gerufen, über die sich lokale und regionale Behörden an der Gestaltung der Zukunft ihrer Regionen beteiligen sollen.
Mit Glenn Micallef war 2024 erstmalig ein Kommissar für Generationengerechtigkeit ernannt worden. Ein Fortschrittsbericht zur Strategie ist für Anfang 2028 geplant und soll auch in den globalen Prozess der Vereinten Nationen zu zukünftigen Generationen einfließen. Merle Andraschko
