Ratsschlussfolgerungen zur EU-Industriestrategie für die maritime Wirtschaft

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Der Rat hat am 8. Juni Schlussfolgerungen zur EU-Industriestrategie für die maritime Wirtschaft angenommen und damit die strategische Bedeutung des Sektors für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und wirtschaftliche Sicherheit unterstrichen.
Im Fokus stehen Schiffbau, Schifffahrt und maritime Ausrüstung als industrielle Kernbereiche der EU. Ziel ist die Stärkung technologischer Führungsfähigkeit durch Investitionen in High-Tech-Schiffbau, digitale Systeme, Automatisierung und KI-gestützte maritime Anwendungen. Gleichzeitig sollen strategische Abhängigkeiten von Drittstaaten reduziert und industrielle Kapazitäten innerhalb Europas ausgebaut werden.
Die Mitgliedstaaten fordern den Einsatz handelspolitischer Schutzinstrumente gegen Marktverzerrungen und unfaire Subventionen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mobilisierung von Investitionen für Innovation, insbesondere für KMU und die Entwicklung emissionsarmer Schifffahrtstechnologien. Die Dekarbonisierung soll entlang der gesamten maritimen Wertschöpfungskette durch nachhaltige Kraftstoffe und neue Antriebssysteme beschleunigt werden.
Der Rat betont zudem die sicherheitspolitische Dimension des Sektors inklusive des Schutzes kritischer Infrastruktur und maritimer Lieferketten.
Insgesamt soll die maritime Industrie als zentraler Pfeiler der industriellen Souveränität der EU gestärkt werden. Tanja Winninger
