Treffen der EU-Umweltministerinnen und- minister

© Elio Germani 2026
Am 28. September fand im Hanse-Office in Brüssel gemeinsam mit dem Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS) eine Podiumsdiskussion zur Rolle der Wissenschaftsdiplomatie in Zeiten geopolitischer Spannungen statt.
Nach der Begrüßung durch den Leiter des Hanse-Office, Claus Müller, und den Generalsekretar des HIAS, Christian Suhm, hielt Jan Marco Müller (KOM, DG RTD) eine Keynote. Im Anschluss diskutierten MdEP Nela Riehl, Vorsitzende des CULT-Ausschusses, Frank Lehner vom DESY, Maria Rentetzi von der EU Sicence Diplomacy Alliance und John Owsusu Gyapong von den African Research Universities Alliances, wie internationale Forschungskooperationen angesichts wachsender geopolitischer Konflikte aufrechterhalten werden können.
Dabei kam es zu der zentralen Erkenntnis, dass Wissenschaft zunehmend zu einem geopolitischen Faktor wird. Science Diplomacy kann dazu beitragen, internationale Dialogkanäle offenzuhalten und Spannungen abzufedern. Gleichzeitig gewinnen Forschungssicherheit, der Schutz der Wissenschaftsfreiheit und der verantwortungsvolle Umgang mit Dual-Use-Technologien an Bedeutung.
Hervorgeben wurden zudem die Rolle großer Forschungsinfrastrukturen wie DESY als Orte internationaler Zusammenarbeit sowie die Notwendigkeit gleichberechtigter Forschungskooperationen mit dem Globalen Süden, insbesondere Afrika. Die Diskussion verdeutlichte die Herausforderung, internationale Offenheit und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit europäischen Sicherheitsinteressen in Einklang zu bringen. Stella Tutunzi
