Spar- und Investitionsunion: KOM spricht sich für Stärkung von Zusatzrenten aus

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Die KOM hat 20. November ein Maßnahmenpaket zur besseren Altersvorsorge vorgelegt. Das Paket besteht u.a. aus einer Empfehlung an die Mitgliedstaaten sowie Legislativvorschlägen zur Änderung der RL über Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV II-RL) sowie zur Änderung der VO über das gesamteuropäische persönliche Altersvorsorgeprodukt (PEPP).
In der Empfehlung werden die Mitgliedstaaten – unter Einhaltung aller tarifvertraglichen Vorrechte bzw. Vorrechte von Sozialpartnern – dazu aufgerufen, eine automatische Einschreibung in Zusatzrenten einzuführen; die KOM verspricht sich dadurch eine Erhöhung des Anteils an Zusatzrenten. Ebenso soll ein sog. Renten-Dashboard entwickelt werden, damit Entscheidungsträger einen besseren Überblick über die Abdeckung, Nachhaltigkeit und Angemessenheit des Altersversorgungssystems erhalten.
Weiterhin schlägt die KOM eine Änderung der RL über Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV II) vor, um die Effizienz, den Umfang und das Vertrauen in Zusatzrenten unterstützen zu können. Vorgesehen ist u.a. auch die Möglichkeit, vermehrt in Aktien investieren zu können.
Ebenso Bestandteil des Maßnahmenpakets ist die Änderung der VO über gesamteuropäische persönliche Altersvorsorgeprodukt (PEPP). U.a. soll ein erschwingliches und leicht zugängliches Basis-PEPP eingeführt werden, das ohne Beratung angeboten wird und in einfache Vermögenswerte investieren soll. Zudem sollen „maßgeschneiderte“ PEPP ermöglicht werden, die auch komplexere Anlageformen enthalten können. Die KOM verspricht sich hiervon, den Markt auch für andere Anbieter, wie Versicherungen und Vermögensverwalter, attraktiver zu machen. Beabsichtigt ist darüber hinaus, dass seitens der Mitgliedstaaten eine vergleichbare steuerliche Behandlung zwischen inländischen privaten Altersvorsorgeprodukten zur Anwendung kommen soll. Christoph Frank
