UN-Naturschutzkonferenz endet mit Einigung

© UN Biodiversity Conference (CBD COP17)
Nach zwei Wochen schwieriger Verhandlungen haben sich die fast 200 Teilnehmerstaaten der UN-Naturschutzkonferenz in Armenien auf weitere Maßnahmen zum Schutz der Natur geeinigt. Ziel ist es, den weltweiten Verlust von Tier- und Pflanzenarten zu stoppen. Viele Umweltschützer und Politiker sind jedoch unzufrieden mit den Ergebnissen.
Bereits 2022 hatten sich die Länder auf gemeinsame Naturschutzziele verständigt. Bis 2030 sollen mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz stehen. Außerdem sollen umweltschädliche Subventionen, etwa für fossile Energien und intensive Landwirtschaft, deutlich reduziert werden. Ein UN-Bericht zeigt allerdings, dass die meisten Länder bei der Umsetzung dieser Ziele hinterherhinken.
Ein weiteres Problem ist die Finanzierung. Jährlich fehlen rund 700 Milliarden Dollar, um gefährdete Arten und wichtige Lebensräume ausreichend zu schützen. Die EU fordert deshalb, dass auch wirtschaftsstarke Schwellenländer mehr Geld bereitstellen.
Die Ergebnisse der Konferenz wurden unterschiedlich bewertet. Umweltschutzorganisationen begrüßten die Einigung grundsätzlich, kritisierten aber, dass konkrete Maßnahmen fehlen. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte, dass noch viel Arbeit nötig sei.
Die nächste UN-Naturschutzkonferenz soll 2028 in Ecuador stattfinden. Dort wollen die Staaten weitere Fortschritte beim Schutz der weltweiten Artenvielfalt erreichen. Mehran Faraji
