Vorschlag für neues EU-Kommunikationssystem für Ersthelfer

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Um die grenzüberschreitende Kommunikation von Einsatzkräften in Krisensituationen zu verbessern, hat die KOM am 30. September die Einrichtung eines neuen EU-Systems für kritische Kommunikation (EU Critical Communication System; EUCCS) vorgeschlagen. Mit diesem soll es den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, medizinischen Diensten und Katastrophenschutzteams ermöglicht werden, grenzüberschreitend miteinander zu kommunizieren. Ziel ist es, durch den Austausch von Daten, Videos, Nachrichten und Geolokalisierungen in Echtzeit das Lagebewusstsein und die Koordination in Krisen- und Notfällen zu verbessern.
Geplant ist, dass alle MS schrittweise von Schmalband-Funksystemen auf Breitbandtechnologien wie 5G umstellen. Für Fälle, in denen terrestrische Systeme nicht zur Verfügung stehen, werden als Ausfallsicherung EU-Satelliten bereitstehen. Das System ist dabei so konzipiert, dass es jederzeit sicher, verfügbar und belastbar bleibt und den Ersthelfern bei Störungen im Mobilfunknetz Vorrang einräumt.
Mit dem Vorschlag soll auch die strategische Autonomie und technologische Souveränität Europas gestärkt werden. Insbesondere kritische Schlüsselkomponenten des Systems wie Satelliten, Kernkomponenten des Mobilfunknetzes oder die verwendete Breitbandtechnologie sollen von europäischen Unternehmen entwickelt werden. Durch die EU-weit einheitliche Vernetzung sollen zudem Investitionen in die kritische Kommunikation mobilisiert werden.
Mithilfe von Verschlüsselung und Sicherheitsprotokollen soll das EUCCS gegen hybride Bedrohungen und Cyberangriffe geschützt werden. Geplant ist darüber hinaus die Unterstützung durch zwei spezialisierte Einrichtungen: Das European Union Network Monitoring Centre wird ein sicheres und widerstandsfähiges Glasfasernetz bereitstellen. Das European Union Security Monitoring Centre wird für die Überwachung und Bewertung von Cyberrisiken und Bedrohungen zuständig sein. Die schrittweise Einführung des EUCCS ist für 2030 geplant. Bis zum Jahr 2036 soll das System vollständig einsatzbereit sein. Franziska Klug
